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Letztes Update: 25. Jun 2017
21.08.2017 / 06:20
 
 
Yangon    Yangon

Sule Pagode (Yangon) Mingala ba … so lautet das erste Wort mit dem wir bei der Ankunft am Flughafen Yangons begrüßt werden. Es bedeutet nicht mehr als Hallo oder Guten Tag, aber allein schon die Freundlichkeit wie wir mit diesem Wort in ganz Burma empfangen werden ist schon fast einzigartig zu nennen. Die Einreise verläuft sehr zu meiner Überraschung völlig unproblematisch und zügig ab, hatte ich mir doch wegen meiner umfangreichen Kameraausrüstung doch ziemliche Sorgen gemacht als unliebsamer Journalist betrachtet zu werden. Diese sind ja, gerade zu diesem Zeitpunkt, vom Militär-Regime nicht unbedingt willkommen. Unser Hotel, das Dusit Inya Lake Resort befindet sich in einer idyllischen 15 ha großen Park-Anlage und so wie es aussieht sind wir die einzigen Gäste in dem eigentlich recht großen Hotel-Komplex. Die Unruhen der vergangenen Wochen haben den Tourismus demnach fast vollständig zum erliegen gebracht.

Garküchen am Straßenrand (Yangon) Frisch ausgeruht geht es am Morgen nach unserer Ankunft ins Zentrum der Stadt. Inmitten eines großen Kreisverkehrs befindet sich die Sule Pagode. Die zweitwichtigste Pagode der Stadt ist eine Art Alltagstempel und wesentlich weniger pompös als die Shwedagon-Pagode die wir später noch besichtigen werden. Hier treffen sich die Gläubigen um ihren religiösen Pflichten nachzukommen. Die hier gesprochenen Bitten und Gebete beziehen sich meist auf Probleme des Alltags. An diesem Ort werden wir erstmal damit konfrontiert das jeder Tempel in Myanmar ausschließlich barfuß betreten werden darf. Am Beispiel der goldenen Pagoden erkennt man den Stellenwert des Buddhismus, trotz einer weitgehend verarmten Bevölkerung werden keine Kosten und Mühen gescheut solch prächtige, goldüberzogene Denkmäler des Buddhismus zu errichten. Wie kaum ein anderes Volk identifizieren sich die Birmanen mit dem Theravada-Buddhismus, sie verstehen sich als Lieblingsvolk Buddhas und leiten sogar ihre Herkunft von einem Zweig seiner Sippe, den Shakya ab.

Liegender Buddha in der Kyaukhtagyi Pagode (Yangon) Weiter geht es durch die belebten Straßen Yangons in Richtung Scott Market. Interessant ist die Tatsache, daß sich trotzt Rechtsverkehr die Lenkung der Fahrzeuge auf der rechten und damit eigentlich auf der falschen Seite befindet, weil die Autos aus den Nachbarländern günstig, gebraucht importiert werden. Auffällig ist auch, daß sich keine Mopeds und Motorräder durch den Verkehr schlängeln wie es in anderen asiatischen Metropolen üblich ist. Diese wurden von der Regierung kurzer Hand verboten, Hupen seit einiger Zeit ebenfalls.

Ein kleiner Abstecher führt uns zur Kyaukhtatgyi Pagode. Dort befindet sich eine riesige liegende Buddhafigur. Mit einer Länge von 70 m ist sie damit eine der größten des Landes. Rings um die Pagode blickt man auf verrostete Wellblächdächer hinter denen sich immer wieder gold verzierte Tempeltürme erheben.

Nachdenklicher Mönch (Yangon) Als Highlight Yangons steht letztlich die Shwedagon-Pagode auf dem Programm. Diese Pagode ist mit Sicherheit das imposanteste Bauwerk Myanmars und stellt das Wahrzeichen des Landes dar. Übersetzt heißt Shwedagon soviel wie "Goldener Tempel. Das Highlight und sicher weit über die Grenzen des Landes bekannte Zentrum der Pagode ist die 107 m hohe goldene Stupa, dessen Spitze mit 4500 Diamanten, Rubinen und Saphiren besetzt ist. Die oberste Krönung bildet ein 76 karätiger Diamant. Verkleidet ist die Stupa mit 13000 Goldplatten deren Gewicht auf etwa 60 Tonnen geschätzt wird. Trotz des relativ lebhaften Besuchs strahlt die Shwedagon Pagode eine wohltuende Ruhe aus. Am Wunscherfüllenden Platz knien viele Gläubig, den Blick in Richtung der großen Stupa gewand, und beten um Erfüllung ihrer Wünsche.

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