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Letztes Update: 26. Mar 2016
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02.07.2016 / 09:30
 
 
Myanmar - Land der Pagoden

Shwedagon Pagode (Yangon) Durch zwei weniger erfreuliche Ereignisse in jüngster Vergangenheit ist Myanmar nach langer Abstinenz wieder in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt. Als ich vor meine Reise nach meinem nächsten Reiseziel gefragt wurde, war die typische Reaktion "Myanmar, wo liegt das denn". Der Name Burma oder Birma ist nach meinen Erfahrungen hierzulande wesentlich weiter verbreitet. Länder wie beispielsweise die USA erkennen den Namen Myanmar offiziell nicht an und aus diesem Grund werden in Presse und Fernsehen noch heute die Bezeichnungen aus der britischen Kolonialzeit verwendet. 6 Wochen vor unserer Abreise begannen die Proteste von Mönchen gegen die Militär-Junta, welche letztlich brutal niedergeschlagen wurden. Wieder waren es die besorgten Äußerungen "… und da willst du wirklich hin". Nachdem das Auswärtige Amt die Reisewarnung zurückzog und das nächtliche Ausgangsverbot kurzfristig wieder aufgehoben wurde stand der Reise nun nichts mehr im Weg auch wenn natürlich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend zurückblieb.

Myanmar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, was vielerorts schon in Museen verbannt wurde ist hier nach wie vor Bestandteil des Alltags. Oft wird das Straßenbild noch von beschaulichen Pferdekutschen und knarrenden Ochsenkarren geprägt. Während in anderen teilen Asiens immer mehr Symbole des Westens Einzug halten bewahren die Birmanen ihre alten Traditionen wie beispielsweise das Tragen der traditionellen Longyi-Wickelröcke oder das Schminken mit Thanaka Paste. Geprägt wird das Land durch seine Religion, dem Buddhismus und den prächtigen gold verzierten Tempeln und Pagoden.

Die Entscheidung Myanmar zu bereisen ist sicherlich eine Gewissensfrage die jeder für sich selbst beantworten muß. Auch wenn Menschenrechtsorganisationen oder die unter Hausarrest stehende Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu einem Boykott des Landes raten halte ich persönlich den Tourismus für eine der wenigen Chancen für die von der Militärregierung wenig begünstigte Bevölkerung. Auf jeden Fall verspricht das Land sehr authentische Eindrücke und Erfahrungen. Gleich vorweg, ich habe es nicht bereut das Land trotz seiner politischen Situation zu bereisen, ganz im Gegenteil ich möchte diese Erfahrung nicht missen.

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